Reduziert komplexe Layouts und vereinfacht die Darstellung, damit Inhalte leichter zu erfassen sind.
Was bewirkt diese Einstellung?
Eine vereinfachte Benutzeroberfläche blendet unnötige Elemente aus und stellt Inhalte klarer und übersichtlicher dar. Dies hilft Menschen, die sich von dichten oder komplexen Layouts schnell überfordert fühlen oder eine klarere Struktur benötigen. Ein echter „Einfachmodus“ existiert nur auf einigen Android-Geräten. Andere Systeme bieten nur indirekte Methoden zur Reduktion von visueller Komplexität.
Anleitungen für verschiedene Systeme
Version:
iOS 15+
Einen allgemeinen Vereinfachten Modus für das gesamte System gibt es unter iOS nicht. Es gibt jedoch Assistive Access (Unterstützter Zugriff), einen speziellen Modus für stark vereinfachte Nutzung. Dieser ist gedacht für Personen mit kognitiven Einschränkungen oder sehr hohem Unterstützungsbedarf.
Assistive Access wird unter Einstellungen > Bedienungshilfen > Unterstützter Zugriff aktiviert. In diesem Modus stehen nur ausgewählte Apps mit stark vereinfachter Oberfläche zur Verfügung, viele Systemfunktionen sind ausgeblendet oder eingeschränkt.
Version:
variiert nach Hersteller
In der Android-Standardversion von Google gibt es keinen systemweiten Einfachmodus für eine vollständig vereinfachte Benutzeroberfläche.
Hinweis: Einige Hersteller, z. B. Samsung oder Huawei, bieten einen Einfachen Modus oder eine vereinfachte Ansicht an. Diese findest du je nach Gerät unter Einstellungen > Anzeige oder Einstellungen > Bedienungshilfen. Umfang und Bezeichnung unterscheiden sich je nach Hersteller.
Für dieses Betriebssystem ist keine Anleitung verfügbar.
Version:
macOS Ventura/Sonoma
macOS bietet keinen eigenen Einfachmodus. Du kannst jedoch die Oberfläche vereinfachen, indem du unter Systemeinstellungen > Bedienungshilfen > Anzeige Optionen wie „Transparenz reduzieren“ oder „Bewegung reduzieren“ aktivierst. Unter Schreibtisch & Dock kannst du zusätzliche visuelle Ablenkungen deaktivieren.
Kommt häufig im Zusammenhang mit folgenden Einschränkungen vor:
Autismus (mild)
– Leichte autistische Ausprägungen mit sensorischen Empfindlichkeiten gegenüber Licht, Geräuschen, Bewegung oder komplexen Benutzeroberflächen.
ADHS
– Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsbezogene Schwierigkeiten wie Ablenkbarkeit, Impulsivität oder Empfindlichkeit gegenüber visueller Bewegung.
NVLD
– Nonverbale Lernstörung mit Schwierigkeiten bei räumlichen Layouts, Symbolen oder visuellen Gruppierungen.
Kognitive Altersveränderungen
– Langsamere Verarbeitung, geringere Merkfähigkeit und Schwierigkeiten mit komplexer Navigation.
Angststörung
– Erhöhte Sensibilität gegenüber plötzlichen Änderungen, Benachrichtigungen, blinkenden oder bewegten Inhalten.
Chronische Müdigkeit
– Anhaltende körperliche und mentale Erschöpfung, bei der Energie nur begrenzt verfügbar ist. Konzentration, Verarbeitungsgeschwindigkeit und Belastbarkeit sind …
Komplexe oder informationsreiche Oberflächen können schnell überfordern. Vereinfachte Layouts, weniger Ablenkungen und Fokusmodi reduzieren die Belastung.
Menschen mit langsamer Informationsverarbeitung benötigen mehr Zeit bei Interaktionen. Weniger Bewegung, klarere Layouts und verlängerte Zeitfenster verbessern die Nutzung.
Weitere Einstellungen, die häufig gemeinsam genutzt werden
Wird ebenfalls häufig eingesetzt bei 1 der oben genannten Belastungen.
Bezug zu WCAG-Richtlinien
Damit viele Einstellung überhaupt wirken können, muss eine Website oder App technisch so umgesetzt sein, dass sie Betriebssystem- und Browser-Einstellungen respektiert.
Entwickler:innen und Designer:innen sollten sich dabei an den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) orientieren. Für diese Einstellung sind insbesondere folgende WCAG-Kriterien relevant: