Öffne Einstellungen > Bedienungshilfen > Bewegung. Aktiviere Bewegung reduzieren. Bewegte Übergänge, Tiefen- und Mitzieh-Effekte im Hintergrund sowie automatische Bewegungen der Benutzeroberfläche werden dadurch reduziert.
Bewegungen reduzieren
Reduziert Animationen und Bewegungen auf dem Bildschirm, um visuelle Belastung zu senken.
Was bewirkt diese Einstellung?
Das Reduzieren von Bewegung minimiert Animationen, Parallax-Effekte und automatische Übergänge. Dies hilft besonders Menschen, die empfindlich auf schnelle oder unerwartete visuelle Veränderungen reagieren, etwa bei Photosensitivität, Stresssensitivität oder Reizüberflutung. Je nach Betriebssystem ist der Umfang der Reduktion unterschiedlich stark.
Anleitungen für verschiedene Systeme
Öffne Einstellungen > Bedienungshilfen > Farbe und Bewegung. Aktiviere Animationen entfernen. Übergänge und Bewegungen im System werden dadurch stark reduziert.
Hinweis: Zusätzlich lassen sich Animationen unter Einstellungen > System > Entwickleroptionen über Animator-Dauer weiter verringern oder deaktivieren.
Öffne Einstellungen > Barrierefreiheit > Sehen > Visuelle Effekte. Deaktiviere Animationseffekte, um Bewegungen in der Windows-Oberfläche zu reduzieren.
Hinweis: Windows reduziert damit viele Animationen und Übergänge, aber nicht alle Bewegungseffekte im System und in Apps.
Öffne Systemeinstellungen > Bedienungshilfen > Anzeige. Aktiviere „Bewegung reduzieren“. macOS verringert daraufhin Parallax-Effekte und Animationen in der gesamten Oberfläche.
Kommt häufig im Zusammenhang mit folgenden Einschränkungen vor:
- Lichtempfindlichkeit – Empfindlichkeit gegenüber hellem Licht, Bildschirmreflexionen oder starkem Kontrast.
- PTBS – Potenzielle Trigger durch flackernde Elemente, laute Töne oder plötzliche Veränderungen in der Benutzeroberfläche.
- Angststörung – Erhöhte Sensibilität gegenüber plötzlichen Änderungen, Benachrichtigungen, blinkenden oder bewegten Inhalten.
- Autismus (mild) – Leichte autistische Ausprägungen mit sensorischen Empfindlichkeiten gegenüber Licht, Geräuschen, Bewegung oder komplexen Benutzeroberflächen.
- Kognitive Altersveränderungen – Langsamere Verarbeitung, geringere Merkfähigkeit und Schwierigkeiten mit komplexer Navigation.
- Chronische Müdigkeit – Anhaltende körperliche und mentale Erschöpfung, bei der Energie nur begrenzt verfügbar ist. Konzentration, Verarbeitungsgeschwindigkeit und Belastbarkeit sind …
- Migräne – Neurologische Erkrankung mit erhöhter Empfindlichkeit gegenüber Licht, Bewegung, Geräuschen und visuellen Reizen. Digitale Oberflächen können schnell belastend …
Wird häufig genutzt bei folgenden Belastungen:
Empfindlichkeit gegenüber Bewegung und Animation
Schnelle Bewegungen, Parallaxeffekte oder animierte Oberflächen können überfordernd oder ablenkend wirken. Das Reduzieren oder Deaktivieren von Animationen verbessert Komfort und …
Empfindlich gegenüber plötzlichen visuellen Veränderungen
Schnelle Änderungen am Bildschirm können erschreckend oder überfordernd wirken. Langsamere Übergänge und weniger Bewegung schaffen Stabilität.
Visuelle Überforderung
Menschen mit visueller Überforderung reagieren schnell auf dichte Layouts, blinkende Elemente oder zu viele gleichzeitige Reize. Vereinfachte Ansichten können Stress reduzieren.
Weitere Einstellungen, die häufig gemeinsam genutzt werden
Bezug zu WCAG-Richtlinien
Damit viele Einstellung überhaupt wirken können, muss eine Website oder App technisch so umgesetzt sein, dass sie Betriebssystem- und Browser-Einstellungen respektiert.
Entwickler:innen und Designer:innen sollten sich dabei an den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) orientieren. Für diese Einstellung sind insbesondere folgende WCAG-Kriterien relevant:
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