Liest Bildschirminhalte laut vor, um das Verstehen und Verarbeiten von Text zu erleichtern.
Was bewirkt diese Einstellung?
Text-zu-Sprache wandelt geschriebenen Text in gesprochene Sprache um. Dies unterstützt Menschen, die lange oder komplexe Texte schwer lesen, visuelle Inhalte langsam verarbeiten oder vom Hörverstehen profitieren. Alle großen Betriebssysteme bieten integrierte Vorlesefunktionen, die sich je nach Bedarf anpassen lassen.
Anleitungen für verschiedene Systeme
Version:
iOS 15+
Öffne Einstellungen > Bedienungshilfen > Gesprochene Inhalte. Aktiviere Bildschirminhalt sprechen oder Auswahl sprechen. Streiche mit zwei Fingern von oben nach unten, um den aktuellen Bildschirminhalt vorlesen zu lassen.
Hinweis: Die Zwei-Finger-Geste funktioniert nur, wenn Bildschirminhalt sprechen aktiviert ist.
Version:
variiert nach Hersteller
Öffne Einstellungen > Bedienungshilfen > Text-in-Sprache-Ausgabe. Wähle die gewünschte Stimme, Sprache und Sprechgeschwindigkeit aus.
Optional kannst du Vorlesen aktivieren: Öffne Einstellungen > Bedienungshilfen > Vorlesen und schalte den Dienst ein, um Inhalte auf dem Bildschirm vorlesen zu lassen.
Hinweis: Bezeichnungen und verfügbare Stimmen können je nach Gerät leicht variieren.
Version:
Windows 10/11
Öffne Einstellungen > Barrierefreiheit > Sprachausgabe. Aktiviere die Sprachausgabe, um Bildschirminhalte vorlesen zu lassen. Passe Stimme, Sprechgeschwindigkeit und Tastenkombinationen an.
Hinweis:Die Sprachausgabe liest systemweit Inhalte vor und unterstützt die Navigation per Tastatur.
Version:
macOS Ventura/Sonoma
Öffne Systemeinstellungen > Bedienungshilfen > Gesprochene Inhalte. Aktiviere „Auswahl sprechen“ oder „Bildschirm sprechen“. Wähle Stimme, Sprechtempo und Anzeigeoptionen.
Kommt häufig im Zusammenhang mit folgenden Einschränkungen vor:
Dyslexie / LRS
– Lesebezogene Schwierigkeiten wie langsames Lesen, geringe Schriftkontrast-Toleranz oder erhöhte kognitive Belastung beim Textverstehen.
NVLD
– Nonverbale Lernstörung mit Schwierigkeiten bei räumlichen Layouts, Symbolen oder visuellen Gruppierungen.
Kognitive Altersveränderungen
– Langsamere Verarbeitung, geringere Merkfähigkeit und Schwierigkeiten mit komplexer Navigation.
ADHS
– Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsbezogene Schwierigkeiten wie Ablenkbarkeit, Impulsivität oder Empfindlichkeit gegenüber visueller Bewegung.
Autismus (mild)
– Leichte autistische Ausprägungen mit sensorischen Empfindlichkeiten gegenüber Licht, Geräuschen, Bewegung oder komplexen Benutzeroberflächen.
Chronische Müdigkeit
– Anhaltende körperliche und mentale Erschöpfung, bei der Energie nur begrenzt verfügbar ist. Konzentration, Verarbeitungsgeschwindigkeit und Belastbarkeit sind …
Lange Textpassagen führen schnell zu Müdigkeit oder Verständnisproblemen. Lesemodi, größere Abstände und ablenkungsfreie Ansichten unterstützen das Lesen.
Menschen mit langsamer Informationsverarbeitung benötigen mehr Zeit bei Interaktionen. Weniger Bewegung, klarere Layouts und verlängerte Zeitfenster verbessern die Nutzung.
Komplexe oder informationsreiche Oberflächen können schnell überfordern. Vereinfachte Layouts, weniger Ablenkungen und Fokusmodi reduzieren die Belastung.
Weitere Einstellungen, die häufig gemeinsam genutzt werden
Wird ebenfalls häufig eingesetzt bei 1 der oben genannten Belastungen.
Bezug zu WCAG-Richtlinien
Damit viele Einstellung überhaupt wirken können, muss eine Website oder App technisch so umgesetzt sein, dass sie Betriebssystem- und Browser-Einstellungen respektiert.
Entwickler:innen und Designer:innen sollten sich dabei an den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) orientieren. Für diese Einstellung sind insbesondere folgende WCAG-Kriterien relevant: